Trinkwasserverschmutzung und –reinigung

Hintergründe zum Trinkwasser und gibt es noch reines Trinkwasser?
Ein Thema das in der heutigen Zeit ein wenig in den Hintergrund geraten ist, angesichts der globalen Katastrophen wie „Deep Water Horizon“ im Jahr 2010 und Fukushima am 11.März 2011.
In den 70er und 80er Jahren, als noch weiße Schaumkronen unsere Flüsse herunter schwammen und vielerorts das Baden in diesen Gewässern ganz und gar nicht mehr möglich war, waren dies die Anreize für Umweltschützer und Parteien sich dem Thema Trinkwasserverschmutzung ernsthaft anzunehmen.
Heute sind diese Gifte nicht mehr in diesem Maße sichtbar aber dafür umso filigraner und in weitaus höherer Anzahl vorhanden.
Die Chemiefalle im Trinkwasser.

Bei derzeit ca. 6,8 Millionen Petrochemieverbindungen und nahezu 100.000 in Deutschland zugelassenen Medikamenten, sprich Wirkstoffen, ist es nicht verwunderlich, dass wir Vieles hiervon auch in den Gewässern und vor Allem dann auch in unserem Trinkwasser wieder finden. Laut der EPA (US Environmental Protection Agency) haben wir diese Trinkwasserressourcen bereits zu mehr als 90% zerstört.
Der Trinkwasserkreislauf und die Folgen der Trinkwasserverschmutzung.
Unser Trinkwasserschatz ist seit Jahrtausenden gleich und wir sind uns oft überhaupt nicht bewusst, dass dieses Wasser, das gerade aus unserem Hahn sprudelt, auch schon der Neandertaler getrunken haben könnte. Viele Menschen denken wir verbrauchen das Wasser, aber in Wahrheit führen wir es nur verschmutzter wieder in den ewigen Kreislauf zurück. – Hier ist aber der Fehler begraben. Es scheint als würden wir vergessen, dass diese Inhaltsstoffe, die wir heutzutage, hinzufügen zum Teil nicht mehr herausnehmbar sind.

Ist heute reines Trinkwasser durch ein Destillat möglich?
In der Schule haben wir noch gelernt, dass ein Destillat ein absolut reines Wasser hervor bringt und es sich dann hierbei um die reinen H2O Moleküle handelt. Heute muss der Lehrer umdenken und seinen Schülern vermitteln, dass die Menschheit es fertig gebracht hat derart filigrane Substanzen zu bauen, die sehr schwer abbaubar sind bei einem Destilliervorgang einfach mit verdampfen.
Die Wasserverschmutzung, sei es nun durch die Industrie oder aber durch geballte Ansammlungen von Menschen in den Ballungsgebieten der Erde, hat dermaßen Fortschritte gemacht, dass die Wissenschaft gar nicht mehr alle Vorgänge und deren Auswirkungen erkennen und beurteilen kann.

Ist unser Trinkwasser gesund für unseren Körper?
Louis Pasteur ein französischer Naturwissenschaftler und einer der Begründer der Mikrobiologie erklärte bereits um das Jahr 1857, dass wir bis zu 90 % unserer Krankheiten trinken. Dies war zu dieser Zeit im Wesentlichen die schlechte Qualität des Trinkwassers, dass es oftmals durch Viren und Bakterien konterminiert war. Heute, in unserer Zeit, haben wir das Thema Viren und Bakterien weitestgehend (in der westlichen Welt) im Griff, jedoch sind es hier die Gifte, Herbizide und Pestizide und andere Petrochemieverbindungen sowie die Schwermetalle, die uns zu schaffen machen. Eine Tatsache die zur Folge haben kann, dass der Satz von Herrn Pasteur auch heute wieder stimmen könnte.
Wie viel Wasser nutzen wir Menschen als Trinkwasser?
Nun, letzten Endes haben wir es aber bereits so weit gebracht, dass eine einfache und Zentrale Reinigung der Wasser nur noch bis zu einem gewissen Grade funktionell ist und ohnehin kaum einen wirklichen Sinn macht. Wir müssen uns klar werden, dass wir von ca. 140 Litern täglichem Wasserverbrauch nur einen verschwindend geringen Teil von ca. 2% als Trinkwasser verbrauchen. Es macht also erst mal keinen großen Sinn die gesamten 140 Liter so aufzubereiten, dass sie einem reinen, sauberen und von Schadstoff befreitem Trinkwasser entsprechen. Den Löwenanteil nehmen wir eben für das Reinigen und die Toilettenspülung her.
Daher ist zu bedenken, dass wir nur noch über einen lokalen und daher dezentralen Weg der Wasserreinigung nachdenken müssen. Solche Reinigungsanlagen (meist auf Basis der Molekularfiltertechnik) sind dann ein wichtiger Bestandteil in einer Küche und im Haushalt. Wir sind nun bereits so weit gekommen, dass wir solche Maßnahmen ergreifen müssen, da wir in der Vergangenheit ungeachtet der Warnungen gehandelt haben.
Verschmutzung oder Belastung findet längst in den Micro- und Nanobereichen statt und wir stellen bereits fest, dass sich Nanopartikel hinter unseren Zellwänden befinden und haben keine wirkliche Ahnung wie es dazu kommen konnte. Es werden Lacke und Stoffe entwickelt bei denen man ganz stolz ist, dass sie uns das reinigen ersparen und man wirbt sogar mit der Tatsache, dass weniger Reinigungsmittel die Umwelt schonen wird. Letzten Endes ist aber noch niemandem klar, was mit den Nanopartikeln wirklich geschieht, die sich abreiben und in unseren Wasserkreislauf einschleichen.
Die Wissenschaft denkt viel zu kurzfristig und vor allem viel zu profitorientiert.
Trinkwasser ist unser wichtigstes Gut, nur haben wir das so, in dieser Form scheinbar noch nicht verstanden.
Thomas Rachor

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